Ratgeber Reizdarm
Autor: Dr. Hans-Martin Schwarm, Bad Soden (Fachapotheker)
Was hilft bei Reizdarm und Reizmagen?
Bei Reizdarm und Reizmagen hilft eine Kombination aus angepasster Ernährung, gezieltem Stressabbau und – falls nötig – Medikamenten. Ein Beispiel für ein unterstützend eingesetztes Naturarzneimittel ist die natürliche Luvos-Heilerde magenfein, die die Magen-Darm-Tätigkeit normalisiert und so die Behandlung von Reizdarm und Reizmagen unterstützt.
Was ist das Reizdarm-Syndrom?
Das Reizdarm-Syndrom (RDS) gehört zu den häufigsten funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland und geht oft mit Beschwerden wie Durchfall, Blähungen und krampfartigen Bauchschmerzen einher. „Funktionell“ bedeutet, dass die Funktion des Verdauungstraktes beeinträchtigt ist, ohne dass sich eine organische Ursache nachweisen lässt.
Etwa fünf Millionen Deutsche sind betroffen, Frauen sind doppelt so oft wie Männer. Viele Patientinnen und Patienten leiden über Jahre unter wiederkehrenden Symptomen.
Welches sind typische Beschwerden für das Reizdarm-Syndrom?
Das Reizdarm-Syndrom zeigt sich nicht bei allen Betroffenen gleich, sondern in sehr unterschiedlichen Beschwerdebildern. Typisch sind wiederkehrende Verdauungsprobleme, die den Alltag einschränken. Häufige Symptome sind unter anderem:
- Durchfall (Reizdarm mit Diarrhö) und/oder Verstopfung
- Häufiger Stuhldrang oder Gefühl der unvollständigen Entleerung
- Krampfartige oder drückende Bauchschmerzen
- Blähungen
Bei manchen Patienten dominiert ein Symptom, bei anderen wechseln sich Durchfall- und Verstopfungsphasen ab. Wichtig ist: Die Beschwerden sind zwar belastend, gelten aber als funktionell und damit in der Regel nicht gefährlich.
Abgrenzung: Reizmagen (Funktionelle Dyspepsie)
Reizmagen (Funktionelle Dyspepsie)
In der Fachsprache wird Reizmagen auch als funktionelle oder nichtulceröse Dyspepsie bezeichnet. Treten die Symptome länger als drei Monate auf und lassen sich nicht durch eine andere Ursache erklären, spricht man von einem „Reizmagen“. Auch er zählt zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen, das heißt, es lässt sich keine organische Ursache finden.
Bei einem Reizmagen klagen Betroffene darüber, dass ihr Magen empfindlich reagiert. Typisch sind:
- Frühes Sättigungsgefühl
- Schmerzen im Oberbauch, häufig nach dem Essen
- Sodbrennen
- Magendrücken
- Völlegefühl
- Übelkeit
Was sind Ursachen für einen Reizdarm oder einen Reizmagen?
Die genauen Ursachen des Reizdarm-Syndroms und des Reizmagens sind noch nicht vollständig geklärt. Die Forschung geht von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren aus. Dazu gehören:
- Stress und seelische Belastungen: Psychische Faktoren wie anhaltender Stress, Ängste oder belastende Lebensereignisse können die Magen-Darm-Funktion beeinflussen und Beschwerden verstärken. Man spricht dabei häufig von der Darm-Hirn-Achse.
- Vorangegangene Magen-Darm-Infektionen: Nach bakteriellen Darminfekten kann sich bei einem Teil der Betroffenen ein sogenanntes postinfektiöses Reizdarm-Syndrom entwickeln.
- Ernährung und Unverträglichkeiten: Stark fetthaltige, sehr zuckerreiche oder hastig verzehrte Mahlzeiten können Symptome auslösen oder verstärken. Manche Betroffene weisen zudem individuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf (z. B. eine Laktose- oder Fruktose-Intoleranz).
- Hormonelle Einflüsse: Frauen berichten häufig, dass die Beschwerden rund um die Menstruation, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren zunehmen. Das spricht für einen hormonellen Einfluss.
- Gestörte Darmmotilität und Darmflora: In Studien finden sich Hinweise auf eine veränderte Beweglichkeit des Darms und eine veränderte Zusammensetzung der Darmmikrobiota bei Reizdarm-Patienten (Quelle: Tap et al., Gastroenterology 2017).
Die aktuelle Leitlinie zum Reizdarm-Syndrom betont diesen multifaktoriellen Ansatz und empfiehlt, sowohl körperliche als auch psychosoziale Einflüsse systematisch zu berücksichtigen (Quelle: S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom, Z Gastroenterol 2021).
Wann mit Reizdarm zum Arzt?
⚠ Warnzeichen — immer ärztlich abklären
Blut im Stuhl, Fieber oder starker Gewichtsverlust sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
Diagnose, Basistherapie und Selbsthilfe
Wie wird die Diagnose Reizdarm oder Reizmagen gestellt?
Bevor der Arzt oder die Ärztin die Diagnose Reizdarm-Syndrom oder Reizmagen stellt, müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dazu zählen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie, akute Infektionen („Darmgrippe“) oder ausgeprägte Nahrungsmittelallergien. Basis ist eine ausführliche Anamnese, das heißt, der Arzt fragt, welche Beschwerden wann auftreten, ob ein Zusammenhang mit der Ernährung oder mit der Lebenssituation besteht, ob etwa Stress die Beschwerden verstärkt. Oft folgen eine körperliche Untersuchung und – je nach Beschwerden – Laboruntersuchungen, Ultraschall oder endoskopische Verfahren wie eine Darmspiegelung oder Magenspiegelung.
Was bringt ein Ernährungstagebuch bei Reizdarm oder Reizmagen?
Hilfreich ist es, wenn Betroffene ein Ernährungstagebuch führen und notieren, wann welche Beschwerden auftreten, was sie gegessen haben und ob besondere Stresssituationen bestanden. So lassen sich Zusammenhänge zwischen Lebensstil, Ernährung und Beschwerden besser erkennen und in die Therapieplanung einbeziehen.
Was hilft schnell bei Reizdarm und Reizmagen?
Die Behandlung kombiniert verschiedene Methoden: Ernährung, Entspannungsverfahren und Medikamente.
Was sollten Patienten mit Reizdarm-Syndrom und Reizmagen bei der Ernährung beachten?
Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Behandlung des Reizdarm-Syndroms. Empfohlen wird häufig ein schrittweises Vorgehen:
- FODMAP-reduzierte Kost: Eine zeitlich begrenzte, fachlich begleitete Low-FODMAP-Ernährung kann bei vielen Betroffenen mit Reizdarm Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall reduzieren (Quelle: O'Keeffe et al., Neurogastroenterol Motil 2018). FODMAPs steht für fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole – bestimmte, schnell vergärende Kohlenhydrate (z. B. Fruktose, Laktose sowie Zuckeraustauschstoffe), die in Obst, Milchprodukten und Hülsenfrüchten vorkommen.
- Schonende, ballaststoffbewusste Ernährung: Empfohlen wird eine ausgewogene Kost mit ausreichend Ballaststoffen aus verträglichen Quellen, moderatem Fettgehalt und möglichst wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln.
- Individuelle Auslöser meiden: Lebensmittel, die immer wieder Beschwerden auslösen, sollten reduziert oder gemieden werden, ohne die Ernährung unnötig stark einzuschränken.
- Kleine, regelmäßige Mahlzeiten: Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag sind für viele Betroffene besser verträglich als wenige große Portionen. Außerdem ist es ratsam, in Ruhe statt hastig zu essen.
Bei gleichzeitigen Beschwerden wie Sodbrennen ist zudem eine refluxfreundliche Ernährung sinnvoll. Dazu zählt, etwa spätes und schweres Essen sowie Alkohol zu meiden.
Wie sollten Patienten mit Reizdarm oder Reizmagen ihren Lebensstil ändern?
Die Darm-Hirn-Achse spielt bei Reizdarm eine wichtige Rolle, weshalb ein ganzheitlicher Ansatz sinnvoll ist. Folgende Maßnahmen haben sich bewährt:
- Gezielter Stressabbau: Entspannungsverfahren wie Atemübungen, progressive Muskelrelaxation, Yoga oder Meditation können helfen, Stress zu reduzieren und damit auch die Darmbeschwerden zu mildern.
- Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität unterstützt die Aktivität von Magen und Darm, kann Blähungen und Verstopfung vorbeugen und wirkt sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus. Außerdem unterstützt sie den Stressabbau.
- Ausreichend Schlaf und Pausen: Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus und bewusst eingeplante Erholungsphasen helfen, das Stressniveau insgesamt zu senken.
In der Leitlinie zur Behandlung des Reizdarm-Syndroms wird die Bedeutung dieser psychosozialen und verhaltensorientierten Maßnahmen ausdrücklich hervorgehoben
Wie hilft Luvos-Heilerde bei Reizdarm, Durchfall und Reizmagen?
Natürliche Luvos-Heilerde magenfein (als Pulver oder Granulat) normalisiert die Magen-Darm-Tätigkeit und unterstützt so die Behandlung von Reizdarm und Reizmagen. Sie trägt dazu bei, die Lebensqualität zu verbessern.
Luvos-Heilerde ist ein naturreines mineralisches Magen-Darm-Mittel, das bei Reizdarm, Durchfall, Reizmagen, Sodbrennen sowie säurebedingten Magenbeschwerden eingesetzt wird. Die Heilerde besteht aus fein vermahlenem Löss mit einer einzigartigen Mischung von wertvollen Mineralien und Spurenelementen.
Luvos-Heilerde magenfein hat einen hohen Feinheitsgrad. Daraus ergibt sich eine große Oberfläche mit einem besonderen Bindungsvermögen. Diese Adsorption und Absorption unterstützen die Behandlung des Reizdarms.
Zudem bindet die Heilerde überschüssige Magensäure und lindert so Symptome des Reizmagens. Bei Sodbrennen und Refluxsymptomen legt sich Luvos-Heilerde wie ein schützender Film auf die Schleimhaut. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
In der naturheilkundlichen Praxis wird sie als Mittel der ersten Wahl bei der Symptom-Trilogie „Sodbrennen – Reizdarm – Durchfall“ beschrieben. Studien und Anwendungsbeobachtungen zeigen, dass sich Beschwerden wie Durchfall, Blähungen und krampfartige Bauchschmerzen unter Luvos-Heilerde deutlich bessern können (Quelle: Mokhtare et al. 2018; Madisch et al. 2020). Die Stabilität der Darmflora unter Luvos-Heilerde wird zusätzlich als Vorteil hervorgehoben.
Welche Medikamente sind bei Reizdarm sinnvoll?
Ob und welche zusätzlichen Medikamente sinnvoll sind, hängt davon ab, ob bei den Betroffenen eher Durchfall, Verstopfung, Schmerzen oder Sodbrennen im Vordergrund stehen, und sollte individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden. Das Naturarzneimittel Luvos-Heilerde ist das einzige Arzneimittel in Deutschland, das mit dem Wirkstoff Heilerde gegen Sodbrennen, säurebedingte Magenbeschwerden und Durchfall zugelassen ist.
Ergänzend dazu können verhaltenstherapeutische Verfahren wie Stressmanagement, eine Hypnotherapie oder eine Psychotherapie helfen, mit der Erkrankung besser umzugehen und die Symptomlast zu reduzieren. Außerdem kann es hilfreich sein, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen.
Wichtig ist eine individuelle, leitliniengerechte Therapieplanung gemeinsam mit einer erfahrenen Ärztin oder einem erfahrenen Arzt, bei der schulmedizinische und – wo sinnvoll – naturheilkundliche Optionen wie Luvos-Heilerde sinnvoll kombiniert werden.
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Das Reizdarm-Syndrom (RDS) ist eine der häufigsten funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland. Es geht oft mit Durchfall, Blähungen und krampfartigen Bauchschmerzen einher. „Funktionell“ bedeutet, dass die Verdauung gestört ist, ohne dass sich eine organische Ursache wie eine Entzündung nachweisen lässt.
Schätzungen zufolge sind in Deutschland etwa fünf Millionen Menschen vom Reizdarm-Syndrom betroffen. Frauen sind dabei doppelt so häufig betroffen wie Männer. Viele Patientinnen und Patienten leiden über Jahre hinweg unter wiederkehrenden Beschwerden, bevor eine passende Behandlung gefunden wird.
Typisch sind Durchfall und/oder Verstopfung, häufiger Stuhldrang oder das Gefühl unvollständiger Entleerung, krampfartige oder drückende Bauchschmerzen sowie Blähungen. Bei manchen Betroffenen dominiert ein Symptom, bei anderen wechseln sich Durchfall- und Verstopfungsphasen ab. Die Beschwerden sind belastend, gelten aber als funktionell.
Reizdarm-Syndrom und Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) sind beides funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen ohne nachweisbare organische Ursache. Beim Reizdarm stehen Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Bauchkrämpfe im Vordergrund, beim Reizmagen dagegen frühes Sättigungsgefühl, Oberbauchschmerzen nach dem Essen, Sodbrennen und Übelkeit.
Bei einem Reizmagen reagiert der Magen empfindlich. Typische Beschwerden sind ein frühes Sättigungsgefühl, Schmerzen im Oberbauch häufig nach dem Essen, Sodbrennen, Magendrücken, Völlegefühl und Übelkeit. Man spricht von funktioneller oder nichtulceröser Dyspepsie, wenn die Symptome länger als drei Monate bestehen und sich nicht anders erklären lassen.
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Die Forschung geht von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus: Stress und seelische Belastungen, vorangegangene Magen-Darm-Infektionen, Ernährung und individuelle Unverträglichkeiten, hormonelle Einflüsse sowie eine gestörte Darmmotilität und veränderte Darmflora. Die aktuelle Leitlinie betont diesen multifaktoriellen Ansatz (Quelle: S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom, Z Gastroenterol 2021).
Psychische Faktoren wie anhaltender Stress, Ängste oder belastende Lebensereignisse können die Magen-Darm-Funktion beeinflussen und Beschwerden verstärken. Fachleute sprechen hier von der Darm-Hirn-Achse, einem engen Zusammenspiel zwischen zentralem Nervensystem und Verdauungstrakt, das beim Reizdarm-Syndrom eine wichtige Rolle spielt.
Ja, nach einer bakteriellen Magen-Darm-Infektion kann sich bei einem Teil der Betroffenen ein sogenanntes postinfektiöses Reizdarm-Syndrom entwickeln. Die Beschwerden halten dabei über die eigentliche Infektion hinaus an, obwohl sich keine akute Erkrankung mehr nachweisen lässt.
Nein, das Reizdarm-Syndrom gilt als funktionelle Störung und ist in der Regel nicht gefährlich, auch wenn die Beschwerden den Alltag stark belasten können. Warnzeichen wie Blut im Stuhl, Fieber oder starker Gewichtsverlust sollten aber immer ärztlich abgeklärt werden.
Auch wenn Reizdarm-Beschwerden meist harmlos sind, gibt es Warnzeichen, die immer ärztlich abgeklärt werden sollten: Blut im Stuhl, Fieber und starker Gewichtsverlust. Bei diesen Symptomen müssen andere, ernstere Erkrankungen ausgeschlossen werden.
Vor der Diagnose müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, etwa chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie, akute Darminfektionen oder ausgeprägte Nahrungsmittelallergien. Grundlage ist eine ausführliche Anamnese; oft folgen eine körperliche Untersuchung sowie je nach Beschwerden Laboruntersuchungen, Ultraschall oder eine Darm- oder Magenspiegelung.
Ein Ernährungstagebuch hilft dabei, festzuhalten, wann welche Beschwerden auftreten, was gegessen wurde und ob besondere Stresssituationen bestanden. So lassen sich Zusammenhänge zwischen Lebensstil, Ernährung und Symptomen erkennen und gezielt in die individuelle Therapieplanung einbeziehen.
FODMAPs sind bestimmte, schnell vergärende Kohlenhydrate wie Fruktose, Laktose und Zuckeraustauschstoffe, die etwa in Obst, Milchprodukten und Hülsenfrüchten vorkommen. Eine zeitlich begrenzte, fachlich begleitete Low-FODMAP-Ernährung kann bei vielen Betroffenen Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall reduzieren (Quelle: O'Keeffe et al., Neurogastroenterol Motil 2018).
Nicht grundsätzlich. Lebensmittel, die immer wieder Beschwerden auslösen, sollten reduziert oder gemieden werden, ohne die Ernährung unnötig stark einzuschränken. Sinnvoll ist zudem eine schonende, ballaststoffbewusste Kost mit moderatem Fettgehalt und wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln. Ein Ernährungstagebuch hilft, individuelle Auslöser zu erkennen.
Für viele Betroffene sind mehrere kleine, regelmäßige Mahlzeiten über den Tag verteilt besser verträglich als wenige große Portionen. Zusätzlich ist es ratsam, in Ruhe statt hastig zu essen, da hastiges und unregelmäßiges Essen die Symptome begünstigen kann.
Treten neben dem Reizdarm auch Sodbrennen oder andere säurebedingte Magenbeschwerden auf, ist zusätzlich eine refluxfreundliche Ernährung sinnvoll. Dazu zählt vor allem, spätes und schweres Essen sowie Alkohol zu meiden, da beides die Beschwerden verstärken kann.
Ja, stark fetthaltige, sehr zuckerreiche oder hastig verzehrte Mahlzeiten können Reizdarm-Symptome auslösen oder verstärken. Manche Betroffene weisen zudem individuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf, etwa eine Laktose- oder Fruktose-Intoleranz, die zusätzlich zu Beschwerden führen kann.
Da die Darm-Hirn-Achse beim Reizdarm eine wichtige Rolle spielt, kann gezielter Stressabbau die Beschwerden lindern. Entspannungsverfahren wie Atemübungen, progressive Muskelrelaxation, Yoga oder Meditation helfen vielen Betroffenen dabei, Stress zu reduzieren und dadurch auch die Darmbeschwerden zu mildern.
Ja, körperliche Aktivität unterstützt die Aktivität von Magen und Darm und kann Blähungen sowie Verstopfung vorbeugen. Regelmäßige Bewegung wirkt sich zudem positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus und unterstützt gleichzeitig den Abbau von Stress.
Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus und bewusst eingeplante Erholungsphasen helfen, das allgemeine Stressniveau zu senken. Da Stress die Beschwerden beim Reizdarm-Syndrom verstärken kann, gilt ausreichend Schlaf als sinnvoller Baustein im ganzheitlichen Umgang mit der Erkrankung.
Weil beim Reizdarm-Syndrom Körper und Psyche über die Darm-Hirn-Achse eng zusammenwirken, empfiehlt die aktuelle Leitlinie einen ganzheitlichen Ansatz aus Ernährung, Lebensstiländerungen und psychosozialen Maßnahmen. Sie hebt die Bedeutung von Stressabbau und verhaltensorientierten Maßnahmen ausdrücklich hervor (Quelle: S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom, Z Gastroenterol 2021).
Die Behandlung des Reizdarm-Syndroms kombiniert in der Regel mehrere Methoden: eine angepasste Ernährung, Entspannungsverfahren zum Stressabbau und, falls nötig, Medikamente. Ein Beispiel für ein unterstützend eingesetztes Naturarzneimittel ist Luvos-Heilerde magenfein, die die Magen-Darm-Tätigkeit normalisieren kann.
Ob und welche zusätzlichen Medikamente sinnvoll sind, hängt davon ab, ob bei den Betroffenen eher Durchfall, Verstopfung, Schmerzen oder Sodbrennen im Vordergrund stehen, und sollte individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden. Das Naturarzneimittel Luvos-Heilerde ist das einzige Arzneimittel in Deutschland, das mit dem Wirkstoff Heilerde gegen Sodbrennen, säurebedingte Magenbeschwerden und Durchfall zugelassen ist.
Ergänzend zu Ernährungs- und Lebensstilmaßnahmen können verhaltenstherapeutische Verfahren wie Stressmanagement, Hypnotherapie oder Psychotherapie helfen, besser mit der Erkrankung umzugehen und die Symptomlast zu reduzieren. Sie werden als Teil eines multimodalen Behandlungskonzepts empfohlen.
Für manche Betroffene kann es hilfreich sein, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, um sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und im Alltag besser mit der Erkrankung zurechtzukommen. Wichtig bleibt dabei eine individuelle, leitliniengerechte Therapieplanung mit ärztlicher Begleitung.
Luvos-Heilerde ist ein naturreines mineralisches Magen-Darm-Mittel aus fein vermahlenem Löss mit Mineralien und Spurenelementen. Ihr hoher Feinheitsgrad ergibt eine große Oberfläche mit besonderem Bindungsvermögen: Über Adsorption und Absorption unterstützt sie die Behandlung des Reizdarms und bindet überschüssige Magensäure bei Reizmagen-Beschwerden.
Ja, das Naturarzneimittel Luvos-Heilerde ist laut Quelltext das einzige Arzneimittel in Deutschland, das mit dem Wirkstoff Heilerde gegen Sodbrennen, säurebedingte Magenbeschwerden und Durchfall zugelassen ist. Es wird ergänzend zur Basistherapie bei Reizdarm und Reizmagen eingesetzt.
Laut Quelltext sind bei Luvos-Heilerde keine Nebenwirkungen bekannt. Sie wirkt rein physikalisch, indem sie überschüssige Magensäure und bestimmte Stoffe im Magen-Darm-Trakt bindet. Eine individuelle Abklärung mit Arzt oder Apotheke bleibt dennoch grundsätzlich sinnvoll.
Natürliche Luvos-Heilerde magenfein ist als Pulver oder als Granulat erhältlich. Beide Darreichungsformen normalisieren die Magen-Darm-Tätigkeit und unterstützen so die Behandlung von Reizdarm und Reizmagen, wobei die Wahl der Form von persönlichen Vorlieben abhängen kann.
Studien und Anwendungsbeobachtungen zeigen, dass sich Beschwerden wie Durchfall, Blähungen und krampfartige Bauchschmerzen unter Luvos-Heilerde deutlich bessern können. Zusätzlich wird die Stabilität der Darmflora unter Luvos-Heilerde als Vorteil hervorgehoben (Quelle: Mokhtare et al. 2018; Madisch et al. 2020).
Autor und Verifizierung
Dr. Hans-Martin Schwarm, Bad Soden
Primärautor · Fachapotheker · Medizinische Redaktion / Verifizierung: Luvos · Stand 2026-07
Quellen
- Tap J, Derrien M, Törnblom H et al. Identification of an Intestinal Microbiota Signature Associated With Severity of Irritable Bowel Syndrome. Gastroenterology 2017; 152: 111–123.e8.
- S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom. Z Gastroenterol. 2021;59(12):1323–1415.
- O'Keeffe M, Jansen C, Martin L et al. Long-term impact of the low-FODMAP diet on gastrointestinal symptoms, dietary intake, patient acceptability, and healthcare utilization in irritable bowel syndrome. Neurogastroenterol Motil. 2018;30. doi:10.1111/nmo.13154.
- Mokhtare M et al. Efficacy of adding Luvos Healing Earth supplementation to mebeverine in improving symptoms and quality of life of patients with diarrhea-predominant irritable bowel syndrome: A randomized clinical trial. Biomedical Research and Therapy. 2018;5(10):2776–2783.
- Madisch A et al. Effectiveness of Luvos Healing Earth for dyspeptic and irritable bowel symptoms – results of a prospective non-interventional study. United European Gastroenterol J. 2020;8(Suppl).